Pädagogisches Modell

Ermöglichungsdidaktisches Lernangebot

Das Forschungsvorhaben der Ambienten Lernräume widmet sich der zentralen Frage, wie digital unterstützte Lernumgebungen für Kinder und Jugendliche gestaltet werden können, um ein nachhaltiges Lernen zu bestärken.

Hierzu wurden auf Grundlage von mediendidaktischen Methoden prototypische Systeme entworfen und im Feld, insbesondere an Schulen und Museen, erprobt.

Der Fokus bei der Entwicklung lag hierbei in dem Anspruch durch miteinander verschränkte prototypische Lernapplikationen die Bewältigung komplexer werdender Lebenszusammenhänge des Lernenden zu unterstützen und den gegenwärtigen technischen und sozialen Ansprüchen der Didaktik gerecht zu werden.

Aus diesem Grund orientierte sich die Entwicklung der Lernapplikationen im Rahmen des Forschungsprojekts an sieben Schlüsselelementen aus der aktuellen pädagogischen Forschung, die für die Entwicklung ambienter Lernumgebungen als besonders bedeutsam identifiziert wurden:

  • der Lernprozess sollte im Vordergrund stehen;
  • es sollte selbstgesteuertes Lernen befördert werden, die Lernenden sollten selbst „Fragen an die Welt“ stellen;
  • es sollte gemeinsames Lernen befördert werden – das gemeinsame Arbeiten in Kleingruppen bis hin zur globalen Kooperation;
  • es sollte in Auseinandersetzung mit der realen, alltäglichen Umwelt gelernt werden – das Sammeln von Erfahrungen außerhalb des Schulgebäudes („andere Lernorte“) sollte stark einbezogen werden;
  • während des Lernens sollten die Lernenden ein weites Spektrum ihrer Sinne einbeziehen;
  • durch die Verwendung interaktiver multimedialer Systeme sollte die Möglichkeit eröffnet werden mit einer Vielzahl von multikodalen Lernobjekten zu lernen;
  • von den Lernenden erzeugte oder annotierte multimediale Objekte sollten in einem semantisch modellierten Informationsmodell fächerverbindend auch in anderen fachlichen Zusammenhängen zur unmittelbaren Verfügung stehen.
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    Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Koopertionspartnern u.a. an Schulen in partizipativen Designprozessen die sogenannten ALS-Lernapplikationen, die mittels des cloudbasierten Network Environment for Multimedia Objects (NEMO) miteinander verschränkt sind.

    Diese sind in besonderer Weise geeignet amiente Lernräume zu realisieren.